Mit einer neuen App können VVO-Kunden ab sofort ihre Tickets kaufen. Ich habe die App getestet.

Ab sofort können Tickets im Verkehrsverbund Oberelbe über eine neue App gebucht werden. Die App vom Schweizer Unternehmen „FAIRTIQ“ ist kostenlos. Ich durfte die App bei einer kleinen Testfahrt in Dresden unter die Lupe nehmen.

Einfach einsteigen und losfahren. Keine Suche nach dem Tarif, keine Suche nach dem richtigen Ticket - all das macht die App automatisch. Man steigt ein und beginnt mit einem Wisch die Fahrt. Steigt man aus, checkt man ebenfalls mit einem Wisch aus. Anhand der Ortungsdaten des Handys und der Fahrzeit berechnet die App dabei das passende Ticket. Und zwar so, dass man nicht mehr bezahlt als man muss. Das gilt auch, wenn man die Fahrt irgendwann fortsetzen will.

App bereits in Schweiz und vielen deutschen Städten verfügbar

Der Dienst ist bereits seit 2018 in der gesamten Schweiz und zudem in mehreren deutschen Städten verfügbar. Der Anbieter Fairtiq bekommt dabei eine Grundprovision vom Verkehrsunternehmen und eine prozentuale Beteiligung pro über die App erworbenem Ticket. Laut VVO-Geschäftsführer Burkhard Ehlen würden die Kosten aber in etwa mit den Vertriebspreisen an Automaten vergleichbar sein.

Vertreter von VVO und FAIRTIQ bei der Vorstellung des neuen Ticketsysstems (Foto: Florian Glatter)

Keine Gruppenkarten und Fahrpläne

Die App ist bisher nur in einer abgespeckten Version vorhanden. So können keine Gruppenkarten erworben werden. Auch die Mitnahme von Fahrrädern oder Hunden ist derzeit noch nicht möglich. Die Funktion soll aber im nächsten Jahr folgen. Für Fahrplanauskünfte müssen weiterhin die Apps des VVO, der DVB oder der Deutschen Bahn genutzt werden.

Fazit

Die App ist leicht zu handhaben, die Registrierung geht in Sekunden schnelle. Der Anbieter verspricht, die Daten der Nutzer zu schützen und auf europäischen Servern zu speichern. Allerdings fehlen noch wesentliche Funktionen, die ein noch schnelleres und einfacheres einsteigen ermöglichen. Für den Anfang wird man sich allerdings noch damit abfinden müssen, dass mehrere Apps auf dem Handy installiert werden müssen.