Der 30. April ist für die meisten fest im Kalender markiert. Bis in die frühen Morgenstunden des 1. Mai wird gefeiert und ums Hexenfeuer getanzt. Doch wegen der Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie sind Menschenansammlungen - und somit auch Hexenbrennen - verboten. In Wilthen wurde trotzdem gefeiert.

IMG 9584Um 10 Uhr zündet der Bürgermeister von Wilthen den sechs Meter hohen Scheiterhaufen am Ortsrand an. Die Uhrzeit ist bewusst gewählt, damit keine Zuschauer dabei sind. Einige Einheimische sind trotzdem vorbeigekommen und beobachten das Feuer aus großer Entfernung. Denn das Hexenbrennen hat in dem kleinen Ort Tradition. So wie in vielen Orten in der Oberlausitz.

Deswegen war es den Verantwortlichen wichtig, auch in diesem Jahr einen Scheiterhaufen anzuzünden. Auf dem Haufen wurde die Corona-Hexe platziert. Damit wollen die Wilthener die bösen Geister, die da heißen, Angst und Einsamkeit vertreiben. Die Corona-Hexe trägt Mundschutz, damit "sie sich nicht ansteckt", so ein Kamerad der Freiwilligen Feuerwehr, welche das Hexenbrennen absichert.