Mehrere Welterbestätten in der Lausitz wollen sich zusammenschließen. Der Geopark Muskauer Faltenbogen, das Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, der Spreewald, die Domowina (bzw. die sorbische Sprache) und der Fürst-Pückler-Park Bad Muskau. Der Pakt wurde heute unterzeichnet.

Vertreter der Welterbestätte unterzeichnen einen PaktIch fange mal mit dem Positiven an: In der Lausitz hat man erkannt, dass etwas gemacht werden muss. Vor allen in Sachen Infrastruktur und Tourismus. Schließlich soll die Region nach dem Ende der Braunkohle auf diesen "Säulen" stehen können und die Wirtschaft beflügeln. Die Kommunen haben sich also viel vorgenommen. Doch gelingt das nur, wenn auch das nötige Geld da ist. Deswegen also der Zusammenschluss zwischen mehreren Welterbestätte in der Lausitz.

Viel Geld für große Ziele

Es winken mehrere Millionen Euro pro Jahr. Geld, die der Park definitiv gebrauchen kann. Denn die Fläche ist enorm. Nicht nur im sächsischen sondern vor allem auch im tschechischen Teil der Anlage. Seit der Wende arbeiten die beiden Länder eng zusammen, um das von Fürst Pückler gestaltete Areal "aufzuhübschen". Meiner Meinung nach ist bisher schon sehr viel gelungen. Und natürlich kostet so etwas. Man möge sich alleine Mal vorstellen, wie viele Gärtner im Herbst das Laub aufsammeln müssen...

Nun sollen also die "Potentiale gemeinsam genutzt werden", wie es so schön heißt. Ich finde es ja toll, wenn man versucht eine Region - vor allem meine Heimat - sichtbarer und attraktiver für Touristen zu machen. Von großen Ideen habe ich aber noch nichts mitbekommen. Da ist zum Beispiel eine neue Busverbindung von Weißwasser nach Bad Muskau geplant. Aber auch Weißwasser kann nicht gerade über eine Tourismus-Flut erzählen. Wie lockt man also die Massen in die Lausitz? Das wäre doch die spannendere Frage...