Der Bund der Steuerzahler Sachsen hat den "Skywalk" in Bad Schandau für den Schleudersachsen 2019 nominiert. Ich bin nach Bad Schandau gefahren und wollte wissen, ob der "Skywald" den Negativpreis auch wirklich verdient hätte.

Bahntafel am BahnhofMit der Bahn ging es früh am Morgen in Richtung Bad Schandau. Viel von der Sächsischen Schweiz entlang der Bahnstrecke konnte ich aber nicht sehen - der Nebel lag noch über den Feldern. Ein großartiger Start in den Tag, dachte ich mir. Aber irgendwie passte es auch. Denn auch vom sogenannten "Skywalk" kann man wohl auch nicht viel sehen. Die Aussichtsplattform ragt wenige Meter ins Elbtal hinaus. Doch nach sechs Jahren Planungs- und Bauzeit hat sich vor Ort einiges verändert, sagen jedenfalls Anwohner und Touristen.

Negativpreis? - NEIN!

Denn die Bäume am Hang sind Jahr für Jahr gewachsen und nun soll man wohl nichts mehr sehen. Ich fahre also mit dem Personenaufzug den Berg hinauf. Dann geht es noch auf einem circa einem Kilometer langen Pfad nach oben. Endlich angekommen ergibt sich aber ein traumhafter Ausblick. Und auch die Touristen, denen ich begegne, schwärmen vom "Skywalk".


Der Skywalk in Bad SchandauIm Rathaus von Bad Schandau empfängt mich der Bürgermeister. Man habe bereits reagiert und einige Bäume gestutzt, erklärt er. Und die Nominierung habe auch etwas Gutes. Die Besucherzahlen vom Personenaufzug sind in den letzten Monaten stark angestiegen. Auch so kann Stadt-Marketing funktionieren.