Die TU Dresden hat sich im Wettbewerb um den Titel "Exzellenzuni" durchgesetzt. Aber, was genau bedeutet dieser Titel nun für Forschungseinrichtungen wie die TU Dresden?

IT könnte im OP helfenWenn jemand "Exzellent" ist, dann ist er für mich "richtig, richtig gut", wenn nicht sogar der Beste in seinem Gebiet. So ungefähr ist das auch bei den Exzellenzuniversitäten in Deutschland. Sie forschen auf ihrem Gebiet in der Spitzenklasse. In Dresden sind es beispielsweise die Forschungsfelder (anschaulich formuliert) "Gewebezellen - wie entsteht und reproduziert sich Gewebe?", "IT im OP - Wie können Roboter dabei helfen?" und "Welche Eigenschaften hat Gewebe?". Hintergrund der Exzellenzförderung sind hohe Fördersummen. Die Universitäten bekommen meist Millionen von Euros und das über eine Laufzeit von sieben Jahren. Dann müssen Sie sich neu bewerben und den Förderkriterien stellen.Wenige Gewinner, viele Verlierer?

Doch, das Problem könnte sein, dass die Leuchtturmpolitik dazu führt, dass einige Universitäten viel, viel besser sind, als andere. Heißt: Es bewerben sich mehr Studenten, es wird leichter, renommiertes und gutes Personal zu finden und so Stellen zu besetzen und das wiederum hilft, neue Fördersummen zu akquierieren. Es ist also eine Spirale, die sich immer und immer weiter dreht. Das Problem: Die meisten Unis gehen leer aus. Und noch schlimmer, den Unis fehlt am Ende Geld, um in Lehrpersonal oder Geräte zu investieren. Jedenfalls könnte es so sein. Um diesen Zustand wirklich bewerten zu können, braucht es noch Zeit. Denn die Exzellenzinitiative - also die Vergabe der Fördersummen nach den Richtlinien - erfolgt erst seit einigen Jahren. Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass diese Leuchtturmpolitik auf Kosten ALLER Universitäten in Deutschland ausgetragen wird.