Eins Vorweg: Ich liebe Radfahren. Die frische Luft, die Bewegung, einfach mal ein bisschen Abschalten auf dem Rad. Das tut mir gut. Aber allzu oft bin ich auch genervt. Wenn ein Lkw-Fahrer meint, an mir vorbeifahren und hupen zu müssen und dann die Erklärung kommt, dass ich doch besser aufpassen solle.

 

Radverkehrskongress in Dresden - RadfahrstreifenWenn Autofahrer mal wieder auf dem Radstreifen halten oder sogar parken. Nicht selten weiche ich da auf die Gehwege aus, fahre ganz langsam und hoffe, dass sich keiner der Passanten über mich beschwert. Ich weiß, dass ist keine gute Lösung. Aber was soll ich bitte machen?

Nur mal ein Beispiel

Situation in Dresden-Pieschen: Zweispurige Straße mit einer Straßenbahntrasse in der Mitte und Radstreifen an den Seiten. Dann spitzt sich die Straße aber zu, die Radspur fällt weg und man teilt sich den Platz mit allen anderen Verkehrsteilnehmern. Gut, normalerweise wäre das kein Problem. Die Autos müssen sich zu Stoßzeiten hintereinander aufstellen und ich könnte vorsichtig und mit bedacht rechts an den Autos vorbeifahren. Das geht aber meistens nicht. Denn die gewieften Autofahrer blockieren meist den rechten Fahrbahnrand, damit ich auch ja nicht vor ihnen ans Ziel komme. Das passiert mir tatsächlich häufig. Und ich kenne, wie bereits geschrieben, da leider nur eine Möglichkeit. Den Gehweg nutzen. Ist die Engstelle überwunden, fahre ich natürlich wieder auf dem Radweg.

Was nun?

Das Gute: Viele Radfahrer tuen es mir gleich. Ich bin also nicht alleine. Und generell nimmt die gefühlte Unsicherheit beim Radfahren zu, wie eine Studie belegt. Dabei könnten die meisten Probleme doch ganz schnell gelöst werden. Mit mehr Rücksicht. Gut, der Staat ist natürlich ebenfalls gefragt. Radwege müssen erneuert und Schutzstreifen angelegt werden. Und auch wir Radfahrer müssen da mithelfen. Helm tragen sollte beispielsweise Pflicht werden und die Ausstattung um Blinker oder ähnliches ergänzt werden. Ich für meinen Teil würde dann noch lieber auf mein Rad steigen und durch die Stadt fahren.