"Wir sind hier, wir sind laut - weil ihr uns die Zukunft klaut." Das hat gesessen, würde ich mal sagen. Und ich stehe damit nicht alleine da. Im Gegenteil, ein Großteil aller Erwachsenen ist sich des Klimas mittlerweile genauso bewusst, wie es die Jugend von uns fordert. Gut, es gibt natürlich noch ein paar Unterschiede.

1. Unternehmer

Fridays for Future Demonstration in DresdenDa wären zum einen die Unternehmer. Also diejenigen, die auf einen Klimawandel angewiesen sind. Ich habe mit Menschen aus der Solarbranche gesprochen, die sich natürlich auch etwas vom Kohleausstieg erhoffen. Steigende Gewinne, erhöhte Produktion, mehr Arbeitsplätze. Und dann gibt es die Unternehmer, die genau das Gegenteil befürchten. Es ist ein Zusammenprallen von Behauptungen und Befürchtungen.

2. Großeltern

Zweitens: Die Großeltern. Ja, auch die waren heute mit vor Ort. Zwar nicht so zahlreich wie in anderen Städten, aber sie waren vertreten. Meistens durch Enkel oder Familie "zu ihrem Glück gezwungen". Und den Eindruck machten sie dann auch. Ich muss sagen, die Omas und Opas hatten die kreativsten Schilder und auch mal nen witzigen Spruch auf den Lippen.

3. Jugendliche

Und dann wären dann noch die Kinder, die Jugendlichen, die - laut eigener Aussage - bei sich angefangen haben. Der Verzicht auf den Plastestrohhalt (ein Mädchen meckert sogar über einen anderen Teilnehmer, der den "ernst der Lage anscheinend noch nicht verstanden hat"), weniger Auto - dafür mehr ÖPNV, etc... Es ist eine lange Liste. Und es folgen lange Reden. Mut machen scheint wichtig zu sein für die jungen Teilnehmer. Schließlich versinkt die Großdemonstration auch ein bisschen im Chaos. Und trotzdem, sie waren laut und sie waren da - ob alle anderen nun die Zukunft "klauen" sei mal dahin gestellt.