Unbekannte sind in das Grüne Gewölbe in Dresden eingebrochen. Sie haben die Gitterstäbe an einem Museumsfenster aufgebrochen, die Scheibe aus dem Rahmen gesprengt und sind in ein Juwelenzimmer eingedrungen.

Vor dem Grünen Gewölbe in Dresden stehen mehrerer PolizeiautosAls ich am Tatort eintraf, waren schon einige Journalistenkollegen vor Ort. Die meisten von Ihnen Fotografen und Zeitungsredakteure. Es wurden Fotos von einem Fenster gemacht. Zu dem Zeitpunkt hatten wir noch so gut wie gar keine Informationen. Was fehlt? Wie sind die Diebe ins Gebäude rein? Und wie wieder raus? All das war unklar. Und es blieb unklar. Polizei und Staatliche Kunstsammlungen Dresden schwiegen zunächst. Erst Stunden später gab es eine Pressekonferenz. Bis dahin habe ich mit vielen Passanten, Hotelgästen und Dresdnern gesprochen. Die Stimmung war bedrückt, gesehen hatte niemand irgendetwas.

Rätselraten ging weiter


Doch die Pressekonferenz ließ bei mir mehr Fragen zurück, als beantwortet wurden. Auch, weil das Museum diese Fragen selbst nicht beantworten konnte. Oder wollte. Das kann man unterschiedlich deuten. Es gab zum Beispiel den einen Moment, wo ein Journalist etwas fragte und eine These vorgab. Der Museumsdirektor nickte, die Generaldirektorin jedoch bestritt jeglichen Verdacht. Durfte der Museumsdirektor nun nichts sagen oder war er schlicht zu nervös? Ich weiß es nicht.

Hektik vor dem Museum

Vor dem Museum wurde der Tatort zwischenzeitlich erweitert. Spezialisten haben jeden Zigarettenstummel, jede Spur einzeln markiert und fotografiert. Ein beeindruckendes Bild. Erst später wurde klar, dass die Suche nach DNA Spuren sehr lange dauerte. Die Diebe haben die Gitterstäbe an einem versteckten Fenster zerschnitten, die Fensterscheibe aus dem Rahmen gesprengt, eine Schaufensterscheibe mit einer Axt eingeschlagen und wertvolle Juwelen gestohlen. Das Fluchtfahrzeug wurde anschließend in einer Tiefgarage abgestellt und angezündet. Die Täter flüchteten, bisher fehlt jede Spur.