In Dresden werden in dieser Woche knapp einhundert Bäume gefällt. Sie sind mit der sogenannten Rußrindenkrankheit befallen. Aber, was hat es damit auf sich?

Ein mit der Rußkrindenkrankheit befallener BaumDie Rußrindenkrankheit ist ein Schwächeparasit. Er befällt Ahornbäume, die bereits geschwächt sind. Ein Befall führt zwangsläufig zum Tod des Baumes. Erkennbar ist die Krankheit durch schwarze Pilzsporen auf der Rindenoberfläche. Diese weitet sich immer weiter aus.

Das Gefährliche an der Krankheit ist die Ausbreitung. Über die Luft können sich die Pilzsporen leicht verteilen. Da reicht sogar schon ein Windzug. Deswegen werden die Dresdner Bäume auch von speziell ausgebildeten Fachmännern gefällt. Unter strengen Auflagen, zum Beispiel mit Schutzkleidung. Die Baumstämme werden dann in einem abgeschlossenen Container abtransportiert, damit sich die Sporen nicht verbreiten können. So wird vermieden, dass sich Menschen mit der Krankheit anstecken. 

Experteninfo: Durch das Einatmen der Sporen kommt es bei bestimmten Personengruppen zu einer allergischen bedingten Entzündung der Lungenbläschen. Insofern ist es wichtig, dass man sich schützt mit Atemmaske und ähnlichem, wenn Bäume, die befallen sind, gefällt werden sollen. Gegen die Krankheit hilft nur Baum fällen. Auch muss das Holz danach vernichtet werden, um weiteren Pilzbefall zu verhindern, da abgestorbenes Holz andere Pilzarten anzieht, wie zum Beispiel Weißfäule auch Korrosionsfäule genannt.