FLORIAN GLATTER

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Durch die Corona-Pandemie in Sachsen sind Gottesdienste seit knapp einem Monat verboten. Sie zählen als Menschenansammlungen und sind damit illegal. Ab Morgen sollen die Regelungen gelockert werden - doch auch heute wurde ein Gottesdienst irgendwo in Sachsen abgehalten.

Kirche1Die Sitzreihen im Dom sind leer. Ich bin mit einem Kamerateam vor Ort, wir drehen Schnittbilder für einen Beitrag. Auf einmal füllt sich der Saal langsam. Und immer mehr Gäste kommen hinzu. Um 12 Uhr tritt schließlich der Pfarrer ans Pult und sagt: "wir erwarten sehnlichst die Zeit, in der wir wieder Gottesdienste machen können. Derzeit ist das noch eine Straftat". Die Gläubigen wussten also genau, was sie hier machen und wollten es dennoch tun. Zu groß schien die Sehnsucht nach der Kirche, einem geborgenen Ort oder auch mal nach einem anderen Platz, als nur die eigene Wohnung.

Regelungen sollen gelockert werden

Nach zahlreichen Protesten von Kirchenverbänden werden die Regelungen für Gottesdienste ab Morgen gelockert. Dann sind auch Predigten vor bis zu 15 Personen erlaubt. Pfarrer und Musiker nicht mitgezählt. Warum diese Beschränkungen gelten, wissen die Kirchenvertreter aber auch nicht. Zumindest in dem Dom wäre Platz für mindestens 100 Personen. Auch, wenn man den Sicherheitsabstand und Hygienestandards einhalten will. Es werden sogar schon Texte gedruckt, damit bei den Messen künftig auf Gesangsbücher verzichtet werden kann. Auch die Bürger konnten nicht verstehen, warum diese Einschränkungen gelten.


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